Redebeitrag Solikreis Biriq und Poliklinik Frankfurt zur Urteilsverkündung gegen Roxanne am 07.12.2025

Heute wurde im Verfahren gegen Roxanne ein Urteil verkündet. Wir – der Solikreis Biriq und die Poliklinik Frankfurt – wollen das zum Anlass nehmen, staatliche Gewalt, Verwahrlosung und Zwang anzuprangern und unsere Aufmerksamkeit auf diejenigen richten, die oftmals tagtäglich davon betroffen sind. Staatliche Gewalt kann jede*n treffen. Doch wir wissen, dass all jene, die sich der zunehmend autoritären Staatlichen Ordnung nicht unterwerfen können oder wollen, besonders gefährdet sind.

Deswegen stehen wir hier für Roxanne, die als Schwarze trans Frau 17 Monate im Männerknast verbringen musste. Für Biriq, der von der Polizei in seinem Hotelzimmer im Bahnhofsviertel erschossen wurde. Für Fartoun, die in der JVA Preungesheim sterbengelassen wurde, anstatt ihre Symptome ernst zu nehmen. Für den Toten vom Main Ufer, der, statt Hilfe zu bekommen, erschossen wurde. Für alle, die täglich rassistische, ableistische oder antiziganistische Kontrollen ertragen müssen. Für diejenigen, die durch Armut an den Rand der Gesellschaft gedrängt oder dafür weggesperrt werden und die, deren Stimmen die Mauern der Zwangsunterbringung und Verwahrung nie durchbrechen können.

Wir bedanken uns bei den Freund*innen, die für die Sichtbarkeit von Roxannes Fall kämpfen und damit das Schweigen und Unsichtbar-machen nicht einfach hinnehmen. Das ist ein Schritt, der vielen zu unbequem ist. Sich schwierigen Lebensrealitäten zu stellen, die zu oft von unzähligen Rückschlägen und staatlicher Gewalt geprägt sind.

Die meisten dieser Realitäten werden wir nie sehen. Gewalt hinter den verschlossenen Türen der Knäste, in Psychiatrien und Wohneinrichtungen, in Heimen und in privaten Wohnungen bleibt unsichtbar. Und der Staat tut alles dafür, dass das so bleibt. Die Institutionen und Behörden legen die Mittel nicht offen, mit denen sie rücksichtslos für vermeintliche Ruhe und Ordnung sorgen.
So werden beispielsweise in Hessen keine vollständigen Zahlen zu Zwangsmaßnahmen, die im Rahmen psychiatrischer Behandlung stattfinden, veröffentlicht – man muss sich hier wohl nicht rechtfertigen, wenn man Menschen ihrer Grundrechte beraubt.

Außerdem findet am 09. Dezember die zweite und vermutlich letzte Lesung zur Änderung des sog. „Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes“ im Hessischen Landtag statt. Am 11. Dezember soll – federführend durch SPD und CDU – beschlossen werden, dass Polizei und Ordnungsbehörden unverzüglich über die Entlassung und den Wohnsitz von Personen informiert werden müssen, die wegen einer Fremdgefährdung in der Psychiatrie untergebracht waren und bei denen davon auszugehen sei, dass durch diese Person „in absehbarer Zeit ohne ärztliche Weiterbehandlung eine erhebliche Gefahr […] ausgehen könnte“.

Weiter heißt es in der Änderung: „Zur abgestimmten Versorgungsplanung bei untergebrachten Personen, für die eine Entlassungsmeldung zu übermitteln wäre, sollen interdisziplinäre Fallkonferenzen durch das entlassende Krankenhaus unter Beteiligung des zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienstes sowie der Ordnungs- und Polizeibehörde durchgeführt werden.“ Kurz gesagt: Die behandelnden Ärzt*innen setzen sich mit Bullen und Staat an einen Tisch, um gemeinsam die Freiheitseinschränkung der Betroffenen nach ihrer Entlassung zu planen – und das im Zweifel ohne die Betroffenen darüber in Kenntnis zu setzen. Das stellt nicht nur einen unglaublichen Einschnitt in die Selbstbestimmung und Grundrechte der Betroffenen dar, sondern stellt sie noch mehr unter den Fokus von Staat und Polizei, von deren Gewalt sie ohnehin schon überdurchschnittlich bedroht sind.
Bullen und Staat haben in der Gesundheitsversorgung nichts zu suchen!

Für uns ist klar: Wer die vulnerabelsten in unserer Gesellschaft nicht schützt, schützt niemanden.
Wir begreifen es daher als gemeinsame Aufgabe aller, für eine sichere und gerechte Gesellschaft zu kämpfen, ohne Knäste und Zwang.
Wir fordern auf dem Weg dahin, autonome Kriseninterventions-Strukturen, um Menschen vor dem unprofessionellen, gewaltsamen und oft tödlichen Zugriff der Polizei in Krisensituationen zu schützen, Rechenschaftsberichte und unabhängige Kontrollen von psychiatrischen und staatlichen Unterbringungen, sowie den sofortigen Stopp der Änderung des sog. „Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes“.


Wir wünschen Roxanne und allen von Transfeindlichkeit, Rassismus, Knast und Psychatriesystem Betroffenen viel Kraft – there is no justice, there is just us!

Redebeitrag copwatch zur Urteilsverkündung gegen Roxanne am 07.12.2025

Ich spreche heute für copwatchffm, eine Gruppe, die aus der Initiative Christy Schwundeck hervorgegangen ist. Christy Schwundeck ist eine Schwarze Frau, die 2011 im Jobcenter Gallus von der Polizei erschossen wurde. Sie hat ihren Regelsatz nicht erhalten und hat daraufhin beim Jobcenter nach 10 € gefragt, die ihr verwehrt wurden. Sie weigert sich, ohne die 10 € zu gehen, die Polizei wird dazugezogen, eskaliert die Situation und am Ende ist Christy Schwundeck tot. Die Täterin wurde nie zur Rechenschaft gezogen. Christy Schwundeck wurde Opfer eines Staates, das dem Leben Schwarzer Menschen weniger Wert beimisst.

Wir sind heute hier, um genau das zu skandalisieren. Wir sind heute hier in Solidarität für Roxanne, auch sie ist eine Schwarze Frau, deren Leben für den Staat weniger wert ist. Sie wurde unter dem Vorwand, über einen Job zu sprechen, in einen Keller gelockt und dort mit einem Messer angegriffen. Nach einem Kampf um Leben und Tod konnte sie dem Täter das Messer abnehmen und wehrte sich. Nach dieser krassen Gewalterfahrung musste sie für 17 Monate in Untersuchungshaft – als Frau im Männergefängnis.
Nun ging ein dreimonatiger Prozess voller Schikane und Ernidrigung zu Ende, bei dem Roxanne als Angeklagte, als Täterin, als Lügnerin vorgeführt wurde.

Der ursprüngliche Vorwurf „Totschlag“ heißt: die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass sie ihren Angreifer vorsätzlich, also willentlich getötet habe.
Erinnern wir uns an Lorenz. Er wurde im April diesen Jahres in Oldenburg von Polizisten in den Rücken geschossen.
Hier wird behauptet, der Polizist habe aus Notwehr gehandelt.
Während Lorenz vor ihm weggelaufen ist, soll der Bulle ihn aus Notwehr erschossen haben?
Das war keine Notwehr! Immer wieder müssen wir in unserer Arbeit der Begleitung Betroffener rassistischer Polizeigewalt erleben, wie sich Menschen aufgrund eigener Gewalterfahrungen vor Gericht verantworten. Opfer werden zu Täter*innen konstruiert. So auch bei Roxanne!
Der Grundsatz „Im Zweifel für die Angeklagte“ ist eine Farce, wenn institutionalisierter Rassismus, Sexismus und Transfeindlichkeit Zweifel an der Glaubwürdigkeit Schwarzer trans Personen streut!

Das sogenannte Rechtssystem ist nicht neutral, genauso wenig wie es die Polizei ist. Sie sind beide Instrumente der Gewalt, die im Dienst eines Staates stehen, der auf Rassismus, Kolonialismus, Patriarchat und kapitalistischer Ausbeutung basiert.

Die rassistische, sexistische und transfeindliche Logik vor Gericht wird in Roxannes Fall deutlich spürbar:
Diskriminierende Denkmuster von Richter und Staatsanwalt werden auf Roxanne projiziert. Ihr wir systematisch nicht geglaubt. In ihrer Logik seien Schwarze trans Frauen im Bahnhofsviertel nur zu Sexarbeit fähig – das aber zu bestreiten stellt die gesamte Glaubwürdigkeit in Frage. Immer wieder wird sie als Täterin oder Lügnerin dargestellt, immer wieder wird ihr ihre Wahrnehmung abgesprochen. Das Frau-Sein wird ihr aberkannt, indem sie konstant misgendert wird. Und als Schwarze Person im Knast zu sein – das haben wir bei Nelson gesehen – ist lebensgefährlich. Als Schwarze trans Frau im Männerknast zu sein, fügt eine weitere lebensgefährliche Komponente dazu.

In der Verbindung von Rassismus und Transfeindlichkeit verstärkt sich die Repression von Staat und Polizei. Eine Studie in den USA fand heraus, dass 47 % aller Schwarzen trans Personen schon einmal inhaftiert waren.

Das liegt nicht daran, dass Schwarze trans* Personen krimineller sind, sondern daran, dass die Polizei sie wesentlich häufiger kriminalisiert, kontrolliert und schikaniert.
Es geht um die Angst auf der Straße, die Betroffene erleben, um die Unsicherheit in psychischen Krisen, die selbst Produkt dieses rassistischen und queerfeindlichen Systems sind. Die emotionale und finanzielle Erschöpfung, die aufgrund von Prozessen erlitten wird, wenn sich gegen die Schikane der Polizei gewehrt wird. Es geht um die körperlichen Wunden durch Kontrollen, Knüppel und Festnahmen; über seelische Narben, die viele unserer Geschwister und und unsere Communities tragen – weltweit. Es geht um die Angst, die betroffene trans Personen haben müssen, nicht nur im Knast zu sitzen, sondern wie Roxanne als Frau im Männergefängnis sitzen zu müssen.

Dabei sind Knäste keine Orte der Resozialisierung, sie sind Orte der Isolation, Gewalt und Zerstörung. Fartoun Ali Haroun starb letztes Jahr in der JVA in Frankfurt an einer Lungenembolie. Das wollte aber niemand erkannt haben. Ihr Leiden wurde als hysterisch und/oder aufgrund ihrer psychischen Erkrankung abgetan.
Sie hätte nicht sterben müssen, hätte man sie nicht entmenschlicht, eingesperrt und ihr medizinische Versorgung verweigert.

Roxanne wurde heute freigesprochen, sie muss nicht mehr im Knast sitzen. Allerdings soll sie in einer psychiatrischen Zwangsmaßnahme untergebracht werden. Sie habe eine Persönlichkeitsstörung und soll sich die Gefahrensituation aufgrund traumatischer Erfahrungen eingebildet haben. Wir sehen wieder: dieses System pathologisiert und entmenschlicht insbesondere Schwarze trans Frauen. Das Wegsperren von Menschen, ob in Kliniken oder in Knästen, bringt keine Sicherheit!

Auch die Polizei ist keine Sicherheit, nicht das Bestrafen, das Wegsperren oder Abschieben bestimmter Menschen. Was wir brauchen sind transformative Alternativen ohne Polizei und Gefängnisse, Lager und Grenzen! Sicherheit entsteht durch Solidarität, durch bezahlbaren Wohnraum, gegenseitige Fürsorge, mehr und zugänglichere Mental Health Angebote und Community.

Wir werden den Rassismus der deutschen Polizei und der Justizbehörden nicht hinnehmen und weiter gegen ihre Gewalt kämpfen! Lasst uns gemeinsam den rassistischen, ableistische und queerfeindlichen Normalzustand bekämpfen, Polizei und Gerichte kritisch beobachten und solidarisch sein mit den Betroffenen solcher Gewalt.

We look out for each other!

Spendenaufruf

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Seit über einem Jahr begleiten wir den Fall einer Schwarzen, migrantischen trans Frau, die häusliche Gewalt erfahren hat und von der Polizei im Stich gelassen wurde – nicht nur das, sie wurde von der Polizei ins Lächerliche gezogen, nachdem sie diese um Unterstützung rief.

Wir sammeln Geld, damit sie davon ihre Anwaltskosten, Mietkosten und Reisekosten zahlen kann – denn nach den Erfahrungen, die diese Person machen musste, kann und will sie nicht mehr langfristig in Deutschland bleiben.

Mittlerweile wohnt sie nicht mehr im gemeinsamen Haushalt mit ihrem Ex Mann und befindet sich im Scheidungsprozess. Nachdem sie hierfür Prozesskostenhilfe erhalten hatte, musste sie ihre Anwältin wechseln, da es dieser an zwischenmenschlichen Kompetenzen fehlte, um mit ihrer Klientin umzugeben. Auf Antrag kann bei wichtigen Gründen die Prozesskostenhilfe auf eine neue Anwaltsperson übertragen werden; dies wird – wie auch in ihrem Fall – zwar oft abgelehnt, doch die schriftliche Begründung hat auch uns schockiert: es liege kein wichtiger Grund vor, da »ein Gespräch über die rechtlichen Voraussetzungen des geltend gemachten Anspruchs nur dann möglich ist, wenn die Antragstellerin nicht das gesamte Gespräch über weint« (Dokument liegt Copwatchffm vor). Einer Person, die Folgesymptome eines Gewaltereignisses zeigt, wird so der Zugang zum Recht verwehrt.

Unsere Freundin benötigt also erstens Geld für eine Familienrechtler*in. Zweitens benötigt sie Geld für eine Anwaltsperson im Migrationsrecht. Ihr Ex Mann behauptet nun, dass die Ehe eine Scheinehe gewesen wäre zur Erschleichung eines Aufenthaltsrechts. Und drittens möchte sie, nachdem alles erledigt ist Deutschland verlassen und benötigt hierfür finanzielle Unterstützung für Reisekosten.

Nach den traumatischen Erfahrungen, die sie in Deutschland machen musste, all der Gewalt und dem Gaslighting, kann sie sich eine Zukunft in diesem Land nicht länger vorstellen.

Bitte unterstützt wenn ihr könnt finanziell und/oder teilt den Aufruf gerne in euren Netzwerken.

All das, was zusätzlich eingenommen wird, geht an uns, also Copwatch Frankfurt und hilft uns dabei langfristig betroffenen von rassistischer Polizeigewalt zu unterstützen.

Hier spenden (Weiterleitung zu gofundme.com)

Call for donations

For over a year, we have been following the case of a Black, migrant trans woman who experienced domestic violence and was abandoned by the police—not only that, she was ridiculed by the police after calling them for help.

We are raising money so that she can pay her legal fees, rent, and travel expenses—because after the experiences this person has had to endure, she can no longer and no longer wants to stay in Germany long-term.

She no longer lives with her ex-husband and is in the process of getting a divorce. After receiving legal aid for this, she had to change her lawyer because the lawyer lacked the interpersonal skills to deal with her client. Upon request, legal aid can be transferred to a new lawyer for important reasons; although this is often rejected, as in her case, the written justification shocked us: there was no important reason, as “a discussion of the legal requirements of the claim asserted is only possible if the applicant does not cry throughout the entire conversation.” (document available to Copwatchffm). A person showing symptoms of trauma following an act of violence is thus denied access to justice.

Firstly, our friend needs money for a family lawyer. Secondly, she needs money for a lawyer specializing in immigration law. Her ex-husband now claims that the marriage was a sham marriage to obtain a residence permit. And thirdly, once everything is settled, she wants to leave Germany and needs financial support for travel expenses.

After the traumatic experiences she had to endure in Germany, all the violence and gaslighting, she can no longer imagine a future in this country.

Please support us financially if you can and/or share this call in your networks.

All additional funds raised will go to us, Copwatch Frankfurt, and will help us to support those affected by racist police violence in the long term.

Donate here (redirect to …)

Rede für Lorenz

von copwatchffm und Semra FAM

Es ist der 19.04.2025. Lorenz ging Samstag nachts in Oldenburg in den Club, um feiern zu gehen, um Spaß zu haben. Eine so alltägliche Situation, in der sich jede*r von uns sieht. Am Wochenende Pause machen, Spaß haben, den Kopf frei kriegen, eine schöne Zeit mit Freund*innen verbringen. Doch dieser Abend endete tödlich.
Unfassbar. Unbegreiflich. Schmerzhaft.

Wie oft habe ich, hast du, haben wir, einander spät nachts in den Arm genommen, unsere Wut herausgeschrien, wenn mal wieder eins von uns mit einem entmenschlichenden, abfälligen Handwink als nicht würdig genug, nicht reich genug, nicht weiß genug gebrandmarkt wurde. Wie oft schon haben wir versucht einander aufzufangen, zerrissen zwischen dem Zorn, der Hilflosigkeit und der Demütigung? Wir wissen, dass es kein Zufall ist, dass wir mit einem flauen Gefühl in den Clubschlangen stehen, wachsam, angespannt. Und dann, wenn es sich wieder bestätigt, der Rassismus uns offen entgegenschlägt, dann sollen wir… Was? Still sein? Den Ball flach halten? Kopf runter, bloß nicht reagieren, hinnehmen. Denn sonst? Sonst. Sonst kommt die Polizei. Und weil die Polizei kam, ist Lorenz jetzt tot.

Lorenz war 21 Jahre alt. Ein junger Schwarzer Mann. Das ganze Leben noch vor ihm.
Am Osterwochenende wurde er von der Polizei ermordet. Es erinnert an eine Hinrichtung. Vier Schüsse – drei davon trafen ihn von hinten. In die Hüfte. In den Oberkörper. In den Kopf.
Schon wieder hat Deutschland uns einen Bruder, einen Freund, einen Sohn – einen von uns genommen.
Lorenz Mutter hat ihren einzigen Sohn verloren, seine Freund*innen einen von ihnen – ein weiteres Leben wurde bewusst ausgelöscht, eine weitere Zukunft geraubt, unsere Herzen erneut in Trauer. Voller Schmerz. Voller Wut.

Wir wissen: Lorenz war kein „tragischer Einzelfall“. Der Mord an Lorenz ist das Ergebnis von strukturellem Rassismus, von Polizeigewalt, ausgehend von einem Staat und der weißen Dominanzgesellschaft, in der Schwarzes Leben systematisch entwertet wird.

Der Mord an Lorenz reiht sich ein in eine Serie von Polizeigewalt in der BRD.
Jedes Jahr fahren wir von einer Gedenkkundgebung zur anderen. Nach Hanau, nach Halle, nach Hamburg, wieder nach Hamburg, nach Dessau, nach Berlin, nach Berlin, nach Frankfurt und wieder nach Frankfurt, nach Schweinfurt und jetzt nach Oldenburg, um zu erinnern und um zu kämpfen. Wir fordern Gerechtigkeit, eine lückenlose Aufklärung und Konsequenzen, denn No Justice no Peace!

Wir erinnern uns an Oury Jalloh – verbrannt in einer Dessauer Zelle.
Wir erinnern uns an Christy Schwundeck – erschossen vorm Frankfurter Jobcenter.
Wir erinnern uns an Amin Farah, auch genannt Biriq – getötet durch Polizeikugeln im Frankfurter Bahnhofsviertel.
Wir erinnern an Achidi John.
Wir erinnern an Lamin Touray.
Wir erinnern an Ibrahima Barry.
Wir erinnern an Mouhamed Lamine Dramé.
Wir erinnern an Qosay Khalaf.

Und jetzt – Lorenz.

Es sind unzählige weitere Namen, von denen uns viele nicht einmal bekannt sind. So viele weitere Opfer von tödlicher Polizeigewalt.

Diese Namen sind keine Einzelfälle. Sie sind Teil einer grausamen Kontinuität.
Sie sind Ausdruck eines Systems, das Schwarze Menschen, rassifizierte Menschen, arme Menschen, psychisch erkrankte Menschen als Bedrohung konstruiert und sie gezielt auslöscht.

Die Polizei in Deutschland tötet. Immer wieder. Und Wieder. Und Wieder.
Und jedes Mal wird uns gesagt: Es war Notwehr. Es war ein tragischer Unfall. Es war Selbstverteidigung. Aber Selbstverteidigung vor wem? Vor wem muss sich der Bulle mit dem Schlagstock und der Schusswaffe verteidigen? Vor einem jungen Mann, der vermutlich aus Angst wegrennt?
Dabei dürfen und müssen wir uns wehren, gegen dieses rassistische und mörderische Regime, das ohne mit der Wimper zu zucken schießt und tötet.

Wir wissen, die Polizei mordet, weil sie morden will.
Wir können das nicht hinnehmen. Wir können nicht noch jemanden verlieren. Wir müssen uns mit unserer Trauer, unserem Schmerz und unserer Wut organisieren.

von Aaiún Nin aus: Denn Schweigen ist ein Gefängnis


Trauern ist Bewegung.
Trauern ist Schmerz.
Über Verlust.
Über das Sterben der Menschen.
Über Tragödien und tiefgreifendes Unglück.
Es heißt freudlos zu sein.
Hoffnungslos.
Wütend.
Wahnsinning.
Wütend.
Über allem die Wut.
Es heißt nicht, auf Gerechtigkeit zu warten.
Trauern heißt sich zu bewegen.
Heißt zu brennen, ja
Namen zu nennen
und nicht zu vergessen.
Es ist ein Abschluss.
Anerkennung.

Trauer ist nicht statisch.
Es gibt keine Dissonanz
zwischen Trauern und organisieren.

Wir trauern
weil wir Menschen sind um anzuerkennen, dass wir Menschen sind
und dass jene, die gestorben sind
durch die Hand der Ungerechten Menschen sind.

Und es verdienen wie Menschen behandelt zu werden.
Trauern heißt nicht, zu vergessen.
Als Menschen, deren Geschichte ausgelöscht wurde
können wir es uns nicht erlauben zu vergessen.
Und wir vergessen
wenn die Verletzlichen
abgehalten werden
überhaupt vom Schmerz
von der unüberwindbaren Trauer zu sprechen die hinausströmt
uns zum Handeln bringt.
Trauern ist eine Handlung.
Es ist nichts, dass uns passiert.
Trauern ist eine Handlung.

Schwarze Menschen sind auf die Straßen der Welt getreten.
Schreiend: Unsere Leben zählen.
Wütend.
Aus Trauer.
In einem Akt des Trauerns.

Trauer ist nicht statisch.
Sie ist ein kraftvoller Akt.
Protest.
Hier
wo wir nicht als Menschen angesehen werden.

Wer wird um uns trauern
wenn wir es nicht selbst tun?
Wer wird uns zu Menschen machen
wenn wir es nicht selbst tun?

Der Schmerz sitzt tief. Die Trauer ist in jedem von uns.Wir sind mit dem Schmerz nicht allein.
Lass uns füreinander da sein.

Rassistische Polizeikontrollen sind keine Ausrutscher.
Sie sind gewollt. Sie sind Teil eines Staates, der sich auf Überwachung, Kontrolle und Unterdrückung der Mehrheit stützt. Für die vermeintliche Sicherheit einiger weniger.

Ein Staat, der täglich demonstriert: „Wir können mit euch machen, was wir wollen.“
Demütigen. Misshandeln. Abschieben. Töten.

Wenn Polizist*innen Gewalt anwenden, haben sie quasi keine Konsequenzen zu befürchten.
Wenn Betroffene sich wehren, landen sie selbst vor Gericht – konfrontiert mit Gegenanzeigen, mit erfundenen Vorwürfen, mit einer Justiz, die sie nicht schützt, sondern verdächtigt und kriminalisiert. Eine Untersuchung von Lorenz Mord durch das benachbarte, ebenfalls nachgewiesen rassistische Polizeirevier in Delmenhorst, das für den Tod von Qosay Khalaf verantwortlich ist, reiht sich hier ein.

Damit schützt die Polizei nur sich selbst. Das System schützt sich selbst. Darauf können wir uns nicht verlassen.
Wir – wir schützen uns gegenseitig.

Wir sagen: Schluss damit.
Keine weitere Gewalt. Keine weiteren Opfer. Kein weiteres Schweigen. Kein weiteres Wegsehen.

Wir fordern Gerechtigkeit für Lorenz.
Wir fordern eine unabhängige Ermittlungsstelle, die nicht nur Beschwerden annimmt, sondern tatsächlich ermittelt!
Und wir fordern noch mehr:

Wir fordern die grundsätzliche Abschaffung der Polizei als Institution der Gewalt, der Repression, des Rassismus.

Wir wollen keine Reformen – wir wollen ein Ende dieses Gewaltapparats.
Sicherheit entsteht nicht durch bewaffnete Uniformierte.
Sicherheit entsteht durch Solidarität, durch Communitys, durch gegenseitige Unterstützung, in Fürsorge und Verantwortung füreinander.

Aus Wohnungen für alle. Aus Gesundheitsversorgung, die heilt. Aus Bildung, die stärkt. Aus Universitäten ohne Polizeipräsenz.
Aus Gemeinschaften, die sich selbst organisieren, die sich gegenseitig schützen – ohne Polizei, ohne Knäste, ohne staatliche Gewalt.

Organisiert euch! Schaut hin, wenn ihr rassistische Kontrollen beobachtet. Dokumentiert sie. Übt euch in Solidarität. Auch auf dem Campus, wo Securities Personen willkürlich kontrollieren. Copwatchffm hat die letzten Monate mehrere Fälle von Betroffenen am Campus begleitet, auch dieser Platz ist kein sicherer Ort. Passt auf eure Kommiliton*innen auf, auch das gehört zu widerständiger Wissenschaft.

Aber vor allem: Werdet laut. Werdet unbequem. Lasst uns viele werden. Organisiert euch, begleitet Betroffene bei Gerichtsprozessen und unterstützt Initiativen und Beratungsstrukturen von unten.

Für eine Welt ohne Polizei. Für eine Welt ohne rassistische Gewalt.

Für alle, deren Namen wir kennen –
und für all jene, deren Namen nie laut gesagt wurden.

Für Lorenz.

Wir werden euch nie vergessen. Wir werden weiter für euch kämpfen.

NO JUSTICE, NO PEACE – ABOLISH THE POLICE

Internationaler Tag gegen Polizeigewalt 2025

Der #1503 ist internationaler Tag gegen Polizeigewalt. Wie in den vergangenen Jahren lädt copwatchffm am 15.03. wieder herzlich in den Räumen des Centro Rödelheim zu einem Soliabend ein (mit Catering und Snacks!), um sich in gemütlicher Runde auszutauschen und von unserer Arbeit zu erfahren. Am Nachmittag gibt es Soli-Tattoos (Infos via Instagram، Walk-In ohne Anmeldung), ab 18Uhr öffnen wir unsere Räume für einen gemütlichen Austausch für alle. Es wird Datteln, zahlreiche alkoholfreie Getränke und warme Snacks vom Catering geben.

Am 16.03 veranstalten wir zwei Workshops: für Betroffene & Zeug*innen von Racial Profiling und rassistischer Polizeigewalt. Mehr Infos zu den Inhalten unserer Workshops findet ihr hier. Wir würden Euch bitten, Euch für die Workshops anzumelden (per DM via Instagram oder kurze E-Mail an info at copwatchffm.org). Die Teilnehmeanzahl ist begrenzt, alle Workshops sind kostenlos.

Wir sind ein kleines Team & haben dieses Jahr leider wieder keine Kapazitäten alleine eine Kundgebung auf die Beine zu stellen. Erinnern kann viele Formen einnehmen, lasst uns gemeinsam beim Soliabend & in den Workshops ein Zeichen gegen Polizeigewalt setzen.

Wir verstehen, dass einige lieber laut auf der Straße sein wollen. Dafür könnt ihr vorbeikommen, uns kennenlernen und Euch zukünftig organisieren.

Zeitplan #1503


15.03

Ab 16Uhr Tattoos (Infos via Instagram @copwatchffm)
Ab 18Uhr gemütlicher Austausch & Barabend mit Snacks

16.03

10-13Uhr Workshop Zeug*innen: richtet sich an alle, die selbst kein Racial Profiling erleben.

14-17Uhr Workshop Betroffene: lädt dazu ein, in einem geschützteren Rahmen über Racial Profiling zu sprechen, für diejenigen, die möchten.

Beide Workshops thematisieren Rechte & Handlungsmöglichkeiten.
Teilnehmerzahl begrenzt! Bitte für alle Workshops anmelden, ihr erhaltet eine Bestätigung.

Verschleppte Aufklärung

Erster Jahrestag der Tötung eines Menschen in psychischer Ausnahmesituation durch die Frankfurter Polizei am Sachsenhäuser Mainufer

Am 30. Januar 2025 jährt sich die Tötung eines 40-jährigen Menschen mit argentinisch-spanischer Staatsbürgerschaft in Frankfurt-Sachsenhausen durch Beamte der Frankfurter Polizei.

Zuvor hatte er Medienberichten zufolge zwei Frauen mit einem Messer angegriffen und eine von beiden verletzt. Beide Frauen konnten sich nach dem Angriff glücklicherweise in Richtung eines Hotels retten. Dennoch machten nach Eintreffen der Polizei gleich drei (!) Beamte auf offener Straße von ihrer Schusswaffe Gebrauch. Dabei wurde der 40-Jährige so am Oberkörper getroffen, dass er kurz darauf verstarb.

Keine Aufklärung der Ermittlungsbehörden

Erst nach 4 Wochen wurde ein vorläufiger Obduktionsbericht durch die Frankfurter Staatsanwaltschaft veröffentlicht. Ob der Staatsanwaltschaft ein endgültiger Obduktionsbericht vorliegt und, falls ja, warum er der Öffentlichkeit vorenthalten wird, ist uns nicht bekannt.

Abgesehen von der gemeinsamen Presseerklärung der Frankfurter Staatsanwaltschaft und des Hessischen Landeskriminalamts am Folgetag der Tötung gab es bis heute in Frankfurt keine weitere Auskünfte.

Trotz der Tatsache, dass den tödlichen Schüssen eine Bedrohungssituation von Frauen voraus ging und trotz der intensiv geführten Debatte um Feminizide, wird in der genannten Presseerklärung behauptet, dass die Frauen „wahllos ausgewählt“ worden sein. Sowohl in diesem Fall als auch im Fall von Biriq (Amin F.) wurde die Polizei in Folge einer Bedrohung von Frauen gerufen. In beiden Fällen hatten sich die Frauen bereits in Sicherheit gebracht, bevor die Polizei eintraf. Trotzdem machte sie von ihren Schusswaffen Gebrauch und tötete. Bei diesen Schüssen ging es nicht darum, die angegriffenen Frauen zu schützen. Biriq wurde sogar nach Entschärfung der unmittelbaren Bedrohungssituation und ohne vorhergehende Ansprache im Schlaf überrascht. Obwohl selbst Polizeiexpert*innen den SEK-Einsatz 2022 als „untypisch“ und „unverhältnismäßig“ kritisieren, meinte der damalige Innenminister Beuth nach der Tötung von Biriq behaupten zu müssen, dass es keine rassistischen Anzeichen beim Vorgehen der Polizei gegeben habe. Sowohl im Fall von Biriq als auch bei der Person aus Sachsenhausen bleiben die Ermittlungsbehörden der Öffentlichkeit eine konsequente Aufklärung schuldig.

Zivilgesellschaftliche Versuche der Aufklärung

Bereits letztes Jahr veröffentlichten wir eine Stellungnahme mit Fragen sowohl an die Justiz als auch zum Umgang mit Menschen in psychischen Krisensituationen und dem psychiatrischen Versorgungssystem in Frankfurt. Der in Sachsenhausen Erschossene lebte nämlich in einer „Einrichtung für Menschen mit psychischen Einschränkungen“. Wir forderten Aufklärung. Es kam auch über die LINKE zu einer parlamentarischen Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt. Leider verweigern sowohl Staatsanwaltschaft als auch die städtischen Gremien wesentliche Auskünfte. Die gegebenen Antworten waren durchweg inhaltslos oder wiesen die Verantwortlichkeit ab.

Dabei nimmt die Notwendigkeit, sich mit Toten durch Polizeischüsse auseinanderzusetzen, nicht ab. 2024 ist das mit Abstand tödlichste Jahr seit langem, was Polizeischüsse angeht. Insgesamt 22 Personen wurden durch die Polizei getötet. Expert*innen schätzen, dass sich drei Viertel der Erschossenen in psychischen Ausnahmesituationen befanden. Sind die Menschen nicht weiß, steigt die Wahrscheinlichkeit, erschossen zu werden, noch einmal stark an.

Psychische Krisen im rassistischen Blick der Polizei

In Frankfurt kommt es immer wieder zu Fällen von tödlicher Polizeigewalt gegen von rassistischer Diskriminierung betroffene Menschen in psychischen Ausnahmesituationen. Beim bereits erwähnten Biriq F. wurde die psychische Ausnahmebelastung, in der er sich u.a. wegen dem Tod seiner Frau und seiner Mutter befand, vom Arzt nicht erkannt.1 Soner A. wurde am 22. Juni 2021 in seinem Wohnhaus in Frankfurt-Griesheim bei einem Polizeieinsatz getötet. Christy Schwundeck wurde am 19. Mai 2011 von einer Polizistin im Jobcenter Gallus erschossen, ohne dass ihre akute finanzielle und psychische Not ernst genommen wurde. In allen drei Fällen erwecken die Darstellungen von Zeug*innen, Medienberichten oder die Arbeit von kritischen Initiativen (z.B. des Solidaritätskreis Biriq) Zweifel an den Darstellungen der Polizei.

Wir gehen davon aus, dass auch das Verfahren wegen der Tötung des Menschen in Sachsenhausen eingestellt wird. Offizielle Daten zeigen, dass Verfahren gegen Polizist*innen fast immer eingestellt werden. Beispielsweise wurden im Jahr 2021 von 5.252 Verfahren bloß 61 vor einem Gericht verhandelt.2 Erfahrungsgemäß werden nach der Einstellungen auch keine Auskünfte mehr erteilt, da das Interesse an dem Fall schwindet. Kommt es doch zu Gerichtsverfahren, warten auf die Polizist*innen meistens Freisprüche. So wurden keine der beteiligten Polizist*innen für die Tötung von Mouhamed Lamine Dramé in Dortmund zur Rechenschaft gezogen.3

Polizeitote sind keine Einzelfälle. Auch und gerade in Frankfurt nicht. Sie sind die Spitze eines größeren Eisbergs an Leid, Bedrohung und Gewalt, die viele Frankfurter*innen, vor allem marginalisierte und mehrfach diskriminierte Menschen, erfahren. Deshalb werden wir nicht müde unsere Forderungen zu wiederholen:

1. Wir fordern endlich eine transparente Aufklärung der Umstände, die zu dem Tod des 40-Jährigen führen konnten. Wie uns das vergangene Jahr gezeigt hat, muss die Aufklärung durch eine unabhängige Stelle erfolgen.

2. Wir fordern einen Krisendienst, der rund um die Uhr erreichbar ist, als Teil einer gemeinwohlorientierten Gesundheitsversorgung. Derzeit trägt die Psychiatrie in Frankfurt und anderswo leider maßgeblich dazu bei, das Risiko von „psychischen Ausnahmesituationen“ zu erhöhen.

3. Wir fordern die Einrichtung eines spezialisierten Krisendienstes, der ausrücken kann, um Gefahrensituationen schnell und ohne Gewaltanwendung zu deeskalieren. Wir brauchen eine Alternative zur Polizei in diesen Situationen, da die eingesetzten Beamt*innen offenbar immer wieder überfordert sind und tödliche Gewalt anwenden.

4. Wir fordern entsprechende Konsequenzen, die dafür sorgen, dass sich solche „Einzelfälle“ endlich nicht mehr wiederholen! Wir fordern, dass dabei Betroffenen, Angehörigen, Selbstorganisationen und Selbsthilfe zugehört, ihren Erfahrungen geglaubt und sich an ihren Bedürfnissen und Einschätzungen orientiert wird. Konkret bedeutet das für uns: Weniger Befugnisse und weniger Waffen für die Polizei!

5. Wir fordern ein Ende patrichaler Gewalt. Bei patriachaler Gewalt muss der Schutz von Betroffenen im Vordergrund stehen und die Gewalt bekämpft werden, ohne tödliche Polizeigewalt zu rechtfertigen.

Frankfurter Forum für psychische Krisenbewältigung, copwatchffm und Solidaritätskreis Biriq (Amin Farah)


1 https://www.hessenschau.de/panorama/toedliche-polizeischuesse-in-frankfurt-fall-amin-farah-geht-weiter—bruder-legt-beschwerde-ein-v1,schuesse-bahnhofsviertel-104.html

2 https://de.statista.com/infografik/24691/anzahl-der-erledigten-ermittlungsverfahren-strafverfahren-gegen-polizeibedienstete/[https://de.statista.com/infografik/24691/anzahl-der-erledigten-ermittlungsverfahren-strafverfahren-gegen-polizeibedienstete/

3 https://justice4mouhamed.org/freisprueche-in-dortmund-keine-gerechtigkeit-fuer-mouhamed/

Gemeinsames Gedenken an Biriq (Amin F.) | Veröffentlichung der Redebeiträge von August 2024

Redebeitrag vom Solidaritätskreis Justice4Mouhamed:
Wir möchten für den folgenden Beitrag eine Inhaltswarnung zu expliziter Schilderung tödlicher Polizeigewalt aussprechen.
hier weiterlesen
hier anhören:

Redebeitrag vom NiKa Hausprojekt:
Hallo, wir möchten euch darauf hinweisen, dass bei dieser Kundgebung über rassistische Polizeigewalt und auch um patriarchale Gewalt gesprochen wird. An dieser Stelle also eine Triggerwarnung. 
hier weiterlesen

Redebeitrag vom Frankfurter Forum für Psychische Krisenbewältigung:
hier weiterlesen

Redebeitrag von Copwatchffm:
hier weiterlesen

Vielen Dank für die gemeinsame Organisation der Gedenk-Kundgebung an den Somali Community Service aus Darmstadt.


Biriq wurde am 02. August 2022 von der Polizei in einem Hotel im Frankfurter Bahnhofsviertel erschossen. Ein weiterer Tod durch deutsche Polizeibeamt*innen unter ungeklärten Umständen, den niemand so richtig zu interessieren scheint und das Gericht als Notwehr abtut. Der Soli-Kreis Justice for Biriq will das ändern – und braucht Hilfe dabei!

Kontaktiert den Soli-Kreis wenn ihr mitmachen, spenden oder anderweitig unterstützen möchtet.
solikreisbiriq [at] systemli.org

Soli-Kreis Gründung: Justice for Biriq!

Biriq wurde 2022 von der Polizei in einem Hotel im Frankfurter Bahnhofsviertel erschossen. Ein weiterer Tod durch deutsche Polizeibeamt*innen unter ungeklärten Umständen, den niemand so richtig zu interessieren scheint und das Gericht als Notwehr abtut. Das wollen wir ändern – deshalb gründen wir einen Solikreis und wir brauchen Hilfe dabei! Kontaktiert uns per Mail wenn ihr beim Solikreis mitmachen, spenden oder anderweitig unterstützen möchtet, wir freuen uns!

solikreisbiriq [at] systemli.org

Biriq was shot dead by the police in a hotel in Frankfurt’s Bahnhofsviertel in 2022. Another death by German police officers under unexplained circumstances that nobody really seems to care about and the court dismisses as self-defense. We want to change this – that’s why we’re setting up a solidarity group and we need help! Contact us by email if you would like to join the solidarity group, donate or support us in any other way, we appreciate every help!

solikreisbiriq [at] systemli.org